Interaktives DOOH: So wird aus einem Billboard ein Spiel
Ein digitaler Screen am Bahnhof oder im Einkaufszentrum wechselt Inhalte in Millisekunden, reagiert auf Wetter und Uhrzeit und lässt sich nach Zielgruppe buchen. Trotzdem läuft darauf meist ein Zehn-Sekunden-Spot, der als gedrucktes Plakat genauso funktionieren würde. Der Screen ist digital, der Kontakt bleibt analog: Menschen gehen vorbei, und die Werbung hofft, dass sie hingesehen haben.

Interaktives DOOH dreht diese Richtung um. Der Screen sendet nicht mehr nur, er antwortet.
Was „spielbar" auf einem öffentlichen Screen heißt
Auf einem spielbaren Billboard bestimmen die Passant:innen, was auf dem Screen passiert. Jemand scannt den QR-Code, gibt am Handy seine Daten ein und bestätigt die Einwilligung, und schon wird das Handy zum Controller. Jeder Tap bewegt eine Figur, fängt ein Objekt oder dreht ein Rad auf dem großen Screen, in Echtzeit. Daneben läuft ein Live-Leaderboard, und wer als Nächstes dran ist, kennt die Punktzahl, die es zu schlagen gilt.
Es gibt zwei Varianten. Im Solo-Modus spielt eine Person, und alle rundherum schauen zu. Auf einem belebten Platz macht das aus einer Spielerin schnell ein kleines Publikum. Im Multiplayer-Modus steigen mehrere Leute mit ihrem eigenen Handy in dieselbe Runde ein und treten gegeneinander an. Aus einer Gruppe, die zufällig vorbeikommt, wird ein Match.
Installiert wird nichts. Keine App, kein Download, kein Touchscreen. Der Controller steckt ohnehin schon in der Hosentasche, und der Screen bleibt der Screen, der er immer war.
Was hinter dem Screen passiert
Für alle, die Screens betreiben, ist das Entscheidende, wie wenig sich ändert. Ein playvertise-Spiel läuft als Web-Anwendung im bestehenden Content-Management-System, ob Grassfish, Yodeck oder ein anderes webbasiertes CMS. Es reiht sich in die Playlist neben die regulären Spots ein. Hardware, Ausspielplanung und Buchungslogik des Netzwerks bleiben, wie sie sind.
Die Reihenfolge ist fix, und sie hat einen Grund. Der QR-Code führt auf eine gebrandete Seite, auf der die Teilnehmer:innen die abgefragten Daten eingeben und ihre Einwilligungen bestätigen. Erst danach startet das Spiel. Der Kontakt steht also vor dem ersten Zug, und er ist First-Party: freiwillig überlassen von jemandem, der mitspielen wollte.
Gebrandet bis ins letzte Sprite
Ein spielbares Billboard bringt der Marke nur dann etwas, wenn die Marke das Spiel ist und nicht ein Logo in der Ecke eines generischen Templates. Im GameHub wählt ihr zuerst den Modus, hier Screen und Digital Signage, dann ein Spiel aus der Spielebibliothek, und brandet es durchgängig: Logo, Farben, Sprites, Gewinnpool und Wahrscheinlichkeiten sowie die Lead-Felder, die ihr braucht. Mehr dazu steht in unserem Beitrag Branding in Games: mehr als nur ein Logo in der Ecke.
Das Aufsetzen ist schnell erledigt. Jeder weitere Standort und jede neue Kampagnenphase ist danach Konfiguration.
Was sich messen lässt
Klassisches DOOH berichtet Reichweite, also wie viele Menschen vermutlich vor dem Screen standen. Ein spielbarer Screen zeigt zusätzlich, was diese Menschen getan haben. Plays und neue Opt-in-Kontakte erscheinen in Echtzeit im Dashboard und lassen sich als CSV exportieren. Statt einer Schätzung, wer hingesehen haben könnte, habt ihr eine Zahl, wer mitgemacht hat, und eine Liste von Menschen, die von euch hören wollen.
Screen-Betreiber:innen bekommen damit ein neues Argument im Verkaufsgespräch. Ein Standort, der Beteiligung belegen kann und nicht nur Frequenz, verkauft sich anders.
Der Build bleibt nach der Kampagne nützlich
Weil das Spiel monatlich lizenziert wird, endet es nicht mit dem Media-Flight. Während der Lizenzlaufzeit gehört der Build euch und läuft so oft ihr wollt über die Kanäle, die der Screen-Modus abdeckt: das DOOH-Netz, den Messestand, das Schaufenster. Zwischendurch lässt er sich an die Saison anpassen, mit einem neuen Gewinnpool zu Weihnachten oder frischen Farben im Frühling.
Fazit
Interaktives DOOH nutzt, was digitale Screens schon immer konnten und die meisten Kampagnen links liegen lassen: reagieren. Ein spielbares Billboard macht aus einem Blick ein paar Minuten Aufmerksamkeit und aus dieser Aufmerksamkeit Opt-in-Kontakte, die euch gehören. Es läuft im CMS, das ihr ohnehin nutzt, ohne App und ohne zusätzliche Hardware.
Werbung, die man spielt. Ihr habt Screens oder plant eine DOOH-Buchung und wollt sehen, wie eure Marke darauf als Spiel aussieht? Sprecht uns an, auf playvertise.io.
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